Freitag, 25. November 2011

Was tun mit inaktiven Abonnenten?

Traditionelle Marketing-Weisheiten raten uns, inaktive Abonnenten aus der Verteilerliste zu entfernen – aber ist das auch wirklich sinnvoll? Der E-Mail Marketing Experte Dave Chaffey setzte sich mit dieser Fragestellung in seinem Blog auf smartinsights.com auseinander. Die Tatsache, dass Abonnenten nicht Ihre Mails lesen bedeutet nicht, dass sie sich nicht mit Ihrer Marke auseinandersetzen.
Auch mit ungeöffneten und ungelesen E-Mails können Abonnenten in Richtung Ihrer Marke gelenkt werden. Sie erfüllen immer noch eine wichtige Marketingfunktion. Mit der gelesenen Betreffzeile bleibt das kommunizierte Angebot im Kopf oder einfach Ihre Marke und Ihr Unternehmen wird dem Empfänger wieder ins Gedächtnis gerufen.

Inaktive Abonnenten sind nach wie vor motiviert!
Für Ihr Unternehmen sind inaktive Abonnenten immer noch wertvoll und können Ihnen positive Rückflüsse generieren.
Sicherlich macht es Sinn, Mailings an jemanden einzustellen, der niemals wieder Ihre Produkte kaufen würde oder der keine Ihrer Mails erhalten will. Langzeit-Inaktivität ist aber kein guter Indikator, um festzustellen, ob dies auch wirklich zutrifft. Hier sehen Sie fünf Gründe, warum Abonnenten Ihnen als inaktiv erscheinen könnten:

  1. Sie wollen Ihren Newsletter, aber haben seit längerer Zeit Ihre Produkte nicht benötigt.

  2. Sie erhalten “falsche” Statistiken” – Ihre E-Mail ist auch ohne die Darstellung von Bildern gut lesbar, so lesen viele Abonnenten Ihre Mail nur in der Vorschau und erscheinen dadurch nicht in Ihrer Öffnungsraten-Statistik.

  3. Der Abonnent möchte Ihre E-Mail nicht, es ist ihm aber auch nicht wichtig genug, sich abzumelden.

  4. E-Mail Adressen Mix – der Abonnent benutzt die angegebene E-Mail Adresse gar nicht mehr oder nur noch selten.

  5. Er sieht Ihre E-Mail gar nicht, da sie im Spamfilter landet.

Die erste Gruppe stellt mit Abstand die Größte dar – wir nennen diese Gruppe „nüchterne Abonnenten“. Sie werden Ihre Mails solange ignorieren, bis sie bereit für den Kauf sind. Es ist nun mal bequemer, sich nicht abzumelden anstatt sich dafür die URL merken zu müssen oder nach Ihnen zu googlen.
Die Gruppe der „nüchternen Abonnenten“ liest zwar Ihre Mails nicht, stellt aber dennoch eine wichtige Kundenbasis dar. Hierzu ein Beispiel:
  • Einer unserer Kunden generierte über 100.000€ aus Abonnenten, welche die letzten 25 - 40 Mails weder geklickt noch geöffnet hatten.

  • Ein Weiterer konnte 14% seines Umsatzes Abonnenten zuordnen, welche nicht eine einzige Mail geöffnet hatten.



Wann sollten Sie E-Mail Adressen löschen?
Hierzu gibt es eine einfache Strategie, mit der Sie ermitteln können, welche E-Mail Adressen Sie nicht mehr benötigen.Um zu filtern, welche E-Mail Adressen wirklich inaktiv sind und welche in die Gruppe der „nüchternen“ Abonnenten fallen, empfehlen wir Ihnen diese 4 Schritte durchzugehen.

  • Schritt 1: Starten Sie eine Reaktivierungs-Kampagne.
    Versuchen Sie jeden Empfänger zu re-animieren, der seit 6 oder sogar 12 Monaten nicht geöffnet hat.

  • Schritt 2: Segmentieren Sie Ihre Liste. Jeder, der nach der Reaktivierungs-Kampagne die E-Mail immer noch nicht geöffnet hat, sollte auf eine gesonderte Liste platziert werden.

  • Schritt 3: Senden Sie die selbe E-Mail an beide Listen und beobachten Sie die Aktivität. Die aktive Liste wird nun repräsentativere Ergebnisse über das Kundenengagement aufzeigen und Ihre Ergebnisse werden nicht durch die „inaktive“ Mailing-Liste verschlechtert. Verschieben Sie nach jedem Mailing (oder Monat) jeden, der wieder aktiv wird, in die aktive Liste und jeden, der nach Ihren Kriterien inaktiv erscheint, auf die inaktive Liste. Sie können jetzt klar identifizieren, wie hoch die Einkünfte sind, die Sie aus der inaktiven Liste im Gegensatz zur aktiven Liste generieren. Vergleichen Sie hierbei auch, wie viel die beiden Listen Sie jeweils kosten.

  • Schritt 4: Analysieren Sie genau, bevor Sie jemanden löschen.
    Nach 6 oder 12 Monaten haben Sie eine weitaus bessere Sicht dafür, welche E-Mail Adressen es noch wert sind, weiter anzuschreiben, bevor Sie sie von Ihrer Liste streichen.

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